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· 6 Min. Lesezeit

INCI-Listen lesen: mein Blick als RINGANA Kundin

ringana inhaltsstoffe

INCI-Listen habe ich eine Weile studiert, bevor ich bei RINGANA gelandet bin. Heute mache ich das seltener, und das hat weniger mit Bequemlichkeit zu tun als mit einer Entscheidung.

Auf der Rückseite fast jeder Creme steht eine lange, kryptische Liste aus lateinischen und englischen Begriffen. Das ist die INCI-Liste, und die meisten überfliegen sie ratlos. Dabei kannst du sie mit ein paar einfachen Tricks in wenigen Minuten lesen. Genau das zeige ich dir hier.

Was INCI überhaupt bedeutet

INCI steht für „International Nomenclature of Cosmetic Ingredients“. Es ist eine international einheitliche Bezeichnung für Inhaltsstoffe in Kosmetik, und in der EU ist die Angabe Pflicht. Der große Vorteil: Egal in welchem Land ein Produkt verkauft wird, „Aqua“ ist immer Wasser. So kannst du Produkte überhaupt vergleichbar machen.

Die Reihenfolge ist der wichtigste Trick

Das Wichtigste zuerst: Die Inhaltsstoffe stehen nicht zufällig da, sondern nach Menge sortiert, der Stoff mit dem größten Anteil ganz vorne. Was also weit oben steht, ist reichlich enthalten; was hinten steht, nur in kleinen Mengen. Schon allein die ersten drei bis fünf Begriffe verraten dir, woraus ein Produkt im Kern besteht.

Wasser, Öle und Pflanzen erkennen

Ein paar Begriffe begegnen dir immer wieder: „Aqua“ ist Wasser und steht bei vielen Cremes ganz vorne. Pflanzliche Inhaltsstoffe erkennst du an ihren lateinischen Namen, zum Beispiel „Helianthus Annuus“ für Sonnenblume oder „Butyrospermum Parkii“ für Sheabutter. Wenn du diese Logik einmal kennst, liest sich die Liste plötzlich viel freundlicher.

Die 1-%-Linie

Es gibt eine Faustregel: Ab einem Anteil von unter einem Prozent dürfen Inhaltsstoffe in beliebiger Reihenfolge stehen. Diese „1-%-Linie“ liegt oft dort, wo Begriffe wie „Parfum/Fragrance“, Konservierer oder Duftstoffe auftauchen. Alles, was danach kommt, ist also nur in sehr kleinen Mengen enthalten, das hilft beim Einordnen.

Worauf ich persönlich achte

Ich möchte hier ausdrücklich keine anderen Marken bewerten, jeder hat andere Vorlieben. Für mich persönlich schaue ich gern, ob die ersten Plätze von Inhaltsstoffen belegt sind, mit denen ich mich wohlfühle, und ob die Liste insgesamt nachvollziehbar bleibt. Das ist meine Sicht, kein allgemeines Urteil.

Tools, die das Nachschlagen leichter machen

Wenn dir ein Begriff nichts sagt, musst du nicht raten. Es gibt kostenlose Apps und Online-Datenbanken, die INCI-Bezeichnungen erklären, du tippst den Namen ein und bekommst eine verständliche Beschreibung. So baust du dir mit der Zeit ganz nebenbei ein eigenes kleines Inhaltsstoff-Wissen auf.

Einmal verstanden, liest du jede Kosmetikrückseite in unter fünf Minuten.

Meine RINGANA Erfahrung dazu

Ich habe ungefähr ein Jahr lang jede Inhaltsstoffliste gelesen, bevor ich etwas gekauft habe. Das war die Phase, in der ich am meisten gelernt habe und am wenigsten entspannt war.

Wenn dir bei einem RINGANA Produkt ein Begriff auffällt, den du nicht einordnen kannst, frag mich ruhig. Ich schaue dann nach oder sage dir, wo die verbindliche Auskunft steht, statt zu raten.

Wie ich früher gelesen habe

Jeden Begriff einzeln gegoogelt, Listen verglichen, Bewertungsseiten durchgeklickt. Das kostet Abende und macht selten schlauer, jedenfalls hat es mich nicht schlauer gemacht.

Was sich mit RINGANA geändert hat

Ich habe mich für einen Anbieter entschieden und vergleiche nicht mehr ständig. Was in einem RINGANA Produkt steckt, steht bei RINGANA vollständig und aktuell, und dorthin schicke ich Leute, die genauer nachlesen wollen.

Das ist keine Aufforderung, das Lesen zu lassen. Wer es genau wissen will, soll nachschauen, und bei RINGANA findet man die Angaben aus erster Hand.

Zarte Blüten in sanftem Licht
Zarte Blüten in sanftem Licht

Was mir das Lesen erleichtert hat

Zu wissen, dass die Reihenfolge etwas bedeutet: Was vorne steht, ist reichlich enthalten. Und dass lateinische Pflanzennamen meistens einfach die Pflanze sind, auch wenn sie alarmierend klingen.

Wenn dir bei einem RINGANA Produkt etwas auffällt, das du nicht einordnen kannst, frag mich ruhig. Ich schaue nach oder sage dir ehrlich, dass ich es auch nicht weiß.

Wie ich früher gelesen habe

Wort für Wort, von oben nach unten, mit dem Handy in der anderen Hand. Ich habe im Drogeriemarkt gestanden und Begriffe gegoogelt, und für ein Produkt gut zehn Minuten gebraucht.

Das Problem daran war nicht der Aufwand, sondern das Ergebnis. Zu praktisch jedem Inhaltsstoff findet man eine Seite, die ihn für harmlos hält, und eine, die ihn für bedenklich hält. Ich war nach einem Jahr nicht schlauer, sondern nur beunruhigter.

Was mir das Lesen tatsächlich erleichtert hat

Zwei Dinge. Erstens die Beschränkung auf die ersten fünf Einträge, weil die den größten Teil ausmachen. Zweitens die Erkenntnis, dass ab der Ein-Prozent-Linie die Reihenfolge nichts mehr aussagt und viele Diskussionen im Netz genau darauf aufbauen.

Seitdem dauert ein Blick auf eine Liste bei mir eine Minute statt zehn, und ich ziehe daraus weniger Schlüsse als früher. Das ist kein Rückschritt, sondern eine realistischere Einschätzung dessen, was so eine Liste überhaupt hergibt.

Was sich mit RINGANA geändert hat

Ich schlage seltener nach. Nicht weil ich es für überflüssig halte, sondern weil ich mich für einen Hersteller entschieden habe, dessen Ansatz ich nachvollziehen kann, und dann nicht bei jedem einzelnen RINGANA Produkt neu prüfe.

Ob das jetzt Vertrauen ist oder Bequemlichkeit, kann ich nicht ganz sagen, vermutlich beides. Ich erzähle es trotzdem so, weil ich den Eindruck vermeiden möchte, ich würde jede Zeile kontrollieren. Die meisten machen das nicht, auch die nicht, die es behaupten.

Bei RINGANA stehen alle Angaben auf der jeweiligen Produktseite. Wer es genau wissen will, findet es dort, und das ist auch der einzige Ort, an dem es verbindlich steht.

Die Ein-Prozent-Linie, kurz erklärt

Inhaltsstoffe müssen nach Menge sortiert werden, aber nur bis zu einem Anteil von einem Prozent. Alles darunter darf in beliebiger Reihenfolge stehen.

Das ist der Punkt, an dem die meisten Diskussionen im Netz auseinanderfallen. Wenn jemand einen Stoff auf Platz achtzehn entdeckt und daraus etwas ableitet, leitet er es aus einer Reihenfolge ab, die gar keine Aussage enthält. Diese eine Information hat mein Verhältnis zu Inhaltsstofflisten mehr verändert als alles andere.

Woran man die Linie ungefähr erkennt: Dort, wo Duftstoffe und Konservierung auftauchen, ist man meistens in der Nähe. Genau lässt es sich von außen nicht bestimmen, und das ist auch der Grund, warum ich aufgehört habe, Listen miteinander zu vergleichen.

Wenn du gerade anfängst, dich damit zu beschäftigen, nimm dir ein Produkt, das du schon lange benutzt und magst, und lies dessen Liste einmal in Ruhe durch. Nicht um zu urteilen, sondern um ein Gefühl für die Sprache zu bekommen. Danach fällt jede weitere Liste leichter.

Und lass dich von niemandem verunsichern, der behauptet, man müsse jede Liste vollständig durchdringen. Das machen die wenigsten, auch die nicht, die es sagen. Ein grober Blick auf die ersten Einträge ist realistischer und für den Alltag völlig ausreichend.

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